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Man kann noch so gut vorbereitet sein, aber Prüfung ist Ausnahmezustand und es geht immer genau das schief, mit dem man am wenigsten gerechnet hat.
Der Umgang mit unfreiwilligen Showeinlagen richtet sich immer danach, auf welcher Seite des Zaunes man gerade steht: Während man sich als Prüfling jede natürliche Reaktion verkneifen muss (wobei die heimliche Wunschskala von In-den-Boden-Versinken bis Meuchelmord reicht), darf man sich als Zuschauer durchaus in angemessener Lautstärke seinen Emotionen hingeben (Skala von bedauerndem Seufzen bis hin zum unwillkürlichen Lachkrampf, zu dem man sich aber ganz dezent in einen geschlossenen Raum zurückziehen sollte). Vor einem allzu großen Maß an Schadenfreude wird aber gewarnt, denn die Strafe lässt gewiss nicht lange auf sich warten. Bei seiner nächsten Prüfung erwischt es den vormaligen Zaungast dann nämlich selbst...
Das Allerwichtigste an Prüfungspannen ist: Es darf niemand verletzt werden. Und wenn die Pleitiers ihr Missgeschick heil überstehen oder - was gar nicht selten vorkommt - geradezu elegant überwinden, ist das einen ganz dicken Applaus wert!
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